
Das Museum des bäuerlichen Lebens im kaiserlichen Friaul, das sich in Privatbesitz befindet, umfasst Gegenstände, die von der Geschichte des bäuerlichen Lebens im östlichen Friaul, genauer gesagt in den Grafschaften Gorizia und Gradisca, erzählen. Die dargestellte Epoche reicht von 1500 bis ins Jahr 1918, als die Grafschaften der Herrschaft Österreichs unterstellt waren.
Das Museum befindet sich in einem antiken Landsitz im südlichen Friaul. Es handelt sich um ein Dorf mit geschlossenem Hof, dessen Gebäude in verschiedenen Epochen errichtet wurden. Verschiedene Abteilungen sind den handwerklichen Tätigkeiten, wie z.B. der Arbeit des Maurers, des Korbmachers, des Schuhmachers und des Milchmanns gewidmet. In verschiedenen Räumen wurden eine Tischlerei und die faszinierende Werkstatt eines Eisenschmieds originalgetreu rekonstruiert.
Im zweiten Stock befinden sich weitere Abteilungen, in der Aspekte der Volksreligiosität, des Webens und der Zucht der Seidenraupen dargestellt sind. Zu sehen gibt es auch eine besondere Sammlung von Reisekoffern.
Eine Besonderheit ist der den Tätigkeiten der Frauen gewidmete Bereich: Das Museum beherbergt eine Dauerausstellung der Arbeiten der Familien Squarcialupi, De Stefani, Stagni und Tamburlini. Zu sehen sind faszinierende Stickarbeiten, Damenunterwäsche aus einer anderen Zeit, Mieder, Korsette und Nachthemden.