Die künstlerisch herausragend gestaltete und schon historisch zu nennende Krippe der Ursulinen ist seit ihrer Erschaffung im Kloster Santa Maria in Valle zu sehen. Sie ist mit kleinen Figuren, deren Kopf und Hände aus Wachs und Körper aus Werg gefertigt sind, bestückt. Nach mündlichen Überlieferungen soll dieses wertvolle Beispiel der Volkskunst aus dem 18. Jahrhundert stammen, wissenschaftliche Studien zur Kleidung siedeln die Arbeit allerdings in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts an.
Die Figuren, die in der Stille der Klausur entstanden sind, lassen jene Menschen wieder auferstehen, die einst Märkte und Straßen Cividales bevölkerten. Das geschieht auch durch die friulanischen Namen, die sie von den Nonnen mit auf den Weg bekamen: Iustin, Agnul, Checo….
Jahrzehntelang wurde die Krippe der Ursulinen in den Mauern des antiken Klosters Santa Maria in Valle aufgestellt. Nach einer Zeit, in der die Krippe sich nicht in Cividale befand, wurde der Brauch im Dezember 2004 wieder aufgenommen. Die Krippe wurde wieder in ihrer ursprünglichen Umgebung, d.h. unter dem Glockenturm der Kirche San Giovanni Battista, in der alten Wäscherei des Klosters aufgestellt.