

„Cjase Cocèl“ ist ein antikes Bauernhaus. Ein Teil des Hauses wurde bereits im 17. Jahrhundert erbaut. Später wurde es originalgetreu rekonstruiert, um über das Leben und die Arbeit der Bauern im einstigen Friaul zu informieren.
Der Besucher hat den Eindruck, sich an einem lebendigen Ort, in einem Haus zu befinden, in dem die Zeit stehengeblieben ist: Die Küche, die Zimmer, der Keller, die Scheune, die Tenne und das Arbeitszimmer wurden originalgetreu rekonstruiert.
Auf dem Vorplatz des Museums befinden sich der überdachte Dreschplatz, die Mühle und die Schmiede. Gegenüber befinden sich in einem neuen Flügel im Erdgeschoss das Wirtshaus, dessen Einrichtung aus antiken lokalen Wirtshäusern stammt, und die noch voll funktionstüchtige Molkerei, in der Käse nach der antiken Methode der Kessel mit mobilem Feuer hergestellt wird.
Im ersten Stockwerk wurde ein Klassenzimmer originalgetreu aufgebaut und im zweiten Stock ein Bereich zum Thema Imkerei eingerichtet.
Da im Museum Personen verschiedene Arbeiten mit den antiken Werkzeugen ausführen, erlebt der Besucher das Leben von einst hautnah: Zu sehen ist die Arbeit des Scherenschleifers (gue), des Korbmachers (zeầr), des Schmieds (fari), der Spinnerin (filandere) und der Spitzenklöpplerin.
Ferner bietet die Ausstellung einen Einblick in die häuslichen Tätigkeiten, vor allem in jene, die mit der Herstellung von Kleidung verknüpft sind und meist von den Frauen ausgeführt wurden. Zu sehen sind u.a. verschiedene Stoffe sowie ein Webrahmen.
Originalgetreu rekonstruiert wurde auch die Schule der Spitzenklöpplerinnen von Fagagna, die auf Betreiben von Gräfin Cora di Brazzà und Senator Gabriele Luigi Pecile gegründet wurde. Fotografien, Dokumente und Manufakte aus jener Zeit informieren über ihre Geschichte. Ferner kann der Besucher Spitzenklöpplerinnen bei der Arbeit zusehen.