
Die Filmothek des Friaul, die am Tag nach dem Erdbeben, das 1976 die Stadt zerstörte, entstand, ist eine der fünf größten Filmotheken Italiens und gehört seit 1989 zum Internationalen Verband der Filmarchive.
Im Frühling 2008 wurde in Gemona das neue Kinoarchiv von Friaul-Julisch-Venetien eingeweiht, das bis 100.000 Filmspulen bei optimalen Bedingungen aufnehmen und konservieren kann.
Der Bücherschatz der Filmothek besteht aus 25.000 Bänden, dem sich eine umfangreiche Zeitschriftensammlung anschließt. Außerdem kann man 19.000 VHS-, DVD- und Laserdisketten-Titel und wichtige digitale Mittel zur Suche, wie zum Beispiel die CD-Rom des Internationalen Verbands der Filmarchive, konsultieren.
Persönlichkeiten aus dem Friaul und von auswärts haben der Filmothek ihre persönlichen Archive anvertraut, die außer Bücher und Zeitschriften auch Drehbücher und Videomaterial, Korrespondenz, unveröffentlichte Texte, Manuskripte und Fotografien beinhalten. Zum Grundstock, der teilweise noch geordnet werden muss, gehören die Unterlagen des verstorbenen Experten Mario Quargnolo (1922-2003), der das Kino und die Aufführungen in unserer Region studiert hat und die des englischen Kinokritikers Alexander Walker (1930-2003), die des Biografen von Kubrick, die von zwei berühmten Direktoren der Fotografie, Alessandro D'Eva und Dante Spinotti, sowie die des Regisseurs Augusto Genina (1892-1957).