Das Dommuseum von Udine ist dem Seligen Patriarchen Bertrand de Saint Geniès (1265-1350), der geistlichen und politischen Persönlichkeit, geweiht, aus deren Amtszeit (1334-1350) bedeutsame Beiträge stammen.
Er galt als Pater der Armen, da er Hungernde und Einsame in seiner Mensa aufnahm und seine Gemeindemitglieder vor anmaßenden und gesetzeswidrigen Handlungen seitens des Adels schützte. Dadurch zog er den Hass der Großrundbesitzer auf sich und starb schließlich eines gewaltsamen Todes.
Im Museum erhält der Besucher bedeutsame Informationen zu der Geschichte, der Kultur und der Kunst des Patriarchats von Aquileja zur Zeit des Seligen Bertrand. Gleichzeitig ist es aber auch ein bedeutender Ort des christlichen Glaubens der Mutterkirche zu Aquileja.
Das Museum wurde in der Kapelle S. Nicolò und der Kapelle del Corpo di Cristo, die beide im 14. Jahrhundert erbaut wurden, und im Baptisterium eingerichtet. Diese drei Räumlichkeiten repräsentieren den ältesten, zugänglichen Kern des Doms.
In dem Sarkophag befanden sich neben den sterblichen Überresten des Patriarchen Bertrand auch seine Reliquien, die nun in den Glaskästen ausgestellt sind.
Zur historisch-künstlerischen Sammlung gehören auch Gegenstände der sakralen und weltlichen Goldschmiedekunst aus der Zeit zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert, die größtenteils Ausdruck der Verehrung des Seligen Bertrand nach seinem blutigen Tod ist.